Dienstag, 29. November 2016

Zeichnungen(Skizzen) mit Stabilo Bionic Liner …

Ich liebe es schnelle Skizzen mit meinen obig angeführten Liner auszuführen und abschließend leichte Lavuren hinzu zu fügen…

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…bei nicht vorhandenen Pinsel genügt mir auch mein feuchter Finger(DNA tauglich).

Donnerstag, 17. November 2016

Eine abenteuerliche Bahnfahrt–eine Kindheitserinnerung aus dem Jahre 1952

 

Erinnerungstruktur

1.11.1952

Eine Gruppe führender US-amerikanischer Kernphysiker unter Leitung von Edward Teller zündet im Pazifik auf dem Eniwetok-Atoll die erste thermonukleare Bombe, die sog. "Wasserstoffbombe".

4.11.1952

Dwight D. Eisenhower wird zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt. Er ist seit 20 Jahren wieder der erste republikanische Präsident in den USA, nachdem bisher die Demokraten regierten.

4.11.1952

Elisabeth II., Königin von Großbritannien und Nordirland, hält ihre erste Thronrede und eröffnet damit, der Tradition des Landes entsprechend, gleichzeitig die neue Sitzungsperiode des britischen Parlaments.

Freitag 21.November

-Zugreise mit meinem Vater von Breitenbrunn nach Maria Enzersdorf bei Wien,

- Besuch bei Familie Nistelberger ,Zweck Schweineschlachtung

Samstag 22.November

-Schweineschlachtung

-Wintereinbruch in der Nacht zum Samstag

-Schlittenfahrt mit Kindern

-Heimreise mit dem Abendzug nach Breitenbrunn

-Alter Süd-Ost Bahnhof mit ´zerstörten Fassaden und Fenster

-Alte Zugsgarnituren Holzbänke und nicht beheizt

-Schnee-Verwehungen in Parndorf

-Einstellung der Weiterfahrt nach Breitenbrunn

-Hochzeitgesellschaft

-Aufwärmen in der Station im Warteraum ,Heißer Tee und Mehlspeise von der Hochzeitsgesellschaft.

-Kaum Schlaf im Zug möglich!Die Nacht war schlimm, bitter kalt und unbequem.

Sonntag,23.November,

-Tagestemperatur -2Grad Celsius,stürmischer Wind aus Nord Ost. Schneeverwehungen im nördlichen Burgenland. Stillstand auf Straße und Schiene

-Sonntag sehr zeitig in der Früh Aufbruch zu Fuß nach Breitenbrunn über das Haniftal nach Jois, Winden, Breitenbrunn

-Unser Begleitung Josef Schnitzer,ein Dorfbewohner von Breitenbrunn

-Unbequemer kalter Wind bläst uns entgegen

-Vor dem Mittagessen zu Hause angekommen

-spärliche Schneeräumung auf den Straßen

-Am späten Nachmittag ein Hörerlebnis über Radio,16:00 Auswärts Fußball-Länderspiel Portugal-Österreich in Porto,Ergebnis 1:1,

Text-Anfang:

Zu Erinnerung an eine gemeinsame Zugreise mit Papa!

Der November hatte in Breitenbrunn kalt und windig begonnen, der Winter kündigte sich bereits auf diese Weise an. Am Anfang des Monats hatte eine Gruppe führender US-amerikanischer Kernphysiker unter Leitung von Edward Teller auf dem Eniwetok-Atoll die erste thermonukleare Bombe, die sog. "Wasserstoffbombe" gezündet. Der Krieg mit all seinen verheerenden Auswirkungen und Wunden war für die Menschen noch nicht vergessen und trotzdem wurde in fernem Amerika bereits zum nächsten kalten Krieg gerüstet. Diese neue Gefahr war mir als Kind natürlich nicht bewusst aber für die Männer und Frauen die unter den zweiten Welt-Krieg so sehr gelitten haben verstanden diese Machtdemonstration und hatten begründete Ängste.

In der kälter werdenden Jahreszeit begann mein Vater, ein gelernter Fleischhauer, wie schon die Jahre davor seine Werkzeuge fürs Schweineschlachten herzurichten. Ich schaute ihm gerne zu wie er auf den handbetriebenen Schleifbock die verschiedenen Messer schärfte. Die Schärfe der Klinge prüfte er indem er das Messer über den behaarten Unterarm gleiten ließ und einige Haare abrasierte. Ein kalter Schauer rann über meinen Rücken wenn ich mir in meiner Fantasie die Schlachtung des Schweines vorstellte. Jedes Frühjahr kauften wir von einem Schweinezüchter zwei kleine Ferkel wie die meisten der Dorfbewohner auch. Lieb waren die kleinen Frischlinge wenn sie in der ersten Zeit mit dem Milchflascherl, meist eine Bierflasche mit aufgestecktem Schnuller und dann später mit Kleiebrei und zerdrückten Kartoffeln aufgepäppelt wurden .Über die Monate ihres kurzen Lebens waren sie mir dann schon so ans Herz gewachsen dass ich den Tag der Schlachtung fürchtete. Obwohl mein Vater viele Schweine beruflich schlachtete war für Ihn die Schlachtung der eigenen Tiere auch eine Sache die ihm sichtlich berührte. Ich glaube dass Ihm an diesem Tag die Rauheit seines Tuns besonders missfiel und konnte auch beobachten wie manchmal eine Träne im Auge glänzte. Unter aller Rauheit kam sein weiches Herz zum Vorschein.

Viele Menschen, so auch mein Vater, schlossen sich in dieser Zeit politisch der Kommunistischen Partei an, weil diese Gruppe für die kleinen, armen Nebenerwerbsbauern und Arbeiterfamilien etwas übrig hatte. Die „USIA“, eine Güterverwaltung unter der Leitung der sowjetischen Besatzungsmacht, konnte auf Grund der „Übernahme“ der Esterhaszy Landesgüter Ackerflächen zur Nutzung an die ärmere Schicht der Bevölkerung abgeben. Damit konnte man die notwendigen Lebensmittel wie Kartoffel, Rüben, und Gemüse aller Art für den Eigengebrauch anbauen und auch ernten. Für das Schweinezüchten und das Halten von anderen Nutztieren wie Ziege, Kuh und Pferd ein Segen.

So konnten mein Vater und viele Andere in unserem Dorf das notwendigste fürs Überleben der Familie beitragen.

Wir hatten einen kleinen Stall mit der Möglichkeit zwei Ziegen oder zwei Kühe einzustellen. Dieser war direkt hinter der „Speis“ als letzter Nutzraum des Gebäudes vorgesehen. Etwas vom Wohnhaus entfernt am Ende unseres Grundes war der Schweinestall mit dem angrenzenden Misthaufen. Das „Häuschen“ war auch am Rande des Misthaufens gebaut und war besonders im Winter kein Ort der Gemütlichkeit. Der Wohnbereich für Mutter, Vater und mich bestand aus einem Schlafzimmer, eine Küche und einer Vorratskammer. Natürlich gab es damals noch keine Wasserleitung im Ort. Unser Streckhaus war aber bereits an das elektrische Ortsnetz angeschlossen und wir hatten daher elektrisches Licht in unseren Räumen, ein Radio besaßen wir noch nicht.

Nun wir waren an der Jetztzeit gemessen arm, aber wir mussten nicht hungern, vor allem deshalb, weil Papa, wie ich meinen Vater nannte, ein begnadeter Fleischhauer war und im ganzen Ort die Schweine, Rinder und Ziegen schlachtete und von jeder Schlachtung etwas Fleisch mitbrachte.

Mitte November überbrachte der Briefträger überraschend einem Brief von der Resi-Tante, eigentlich eine Tante meines Vaters, die außerhalb Wiens in einem kleinen Haus in Maria Enzersdorf lebte. Sie bat meinen Vater zur Schweineschlachtung zu kommen. Als Termin wurde Samstag der 22.November festgelegt. Weil doch einiges an Werkzeugen und Persönliches zum tragen war, entschied mein Vater, dass ich Ihn nach Maria Enzersdorf begleiten sollte. Ich war damals 9 Jahre alt, eher klein gewachsen, aber schon kräftig genug bei allen möglichen Arbeiten im Haushalt und auf unseren Äckern anzupacken.

Nun, ich freute mich auf diese gemeinsame Reise mit Papa. Ich glaube es war meine erste Fahrt mit einem Zug und daher etwas ganz Besonderes. Es war am Freitagnachmittag, der 21.November, als wir mit Rucksack und Taschen bepackt in Breitenbrunn den Zug bestiegen. Eine riesige Dampflok zog die schon etwas ramponierten Waggons welche mit Holzbänken im Inneren, aber ohne Heizung ausgestattet waren.

Es war der Tageszeit entsprechend schon dunkel geworden es hatte abgekühlt und außerdem standen Schneewolken am Himmel. Für die Jahreszeit ungewöhnlich und als wir in Wien am alten Süd-Ost Bahnhof ankamen fielen die ersten Schneeflocken .Ich war sehr aufgeregt, der erste Schnee, die erste Zugreise und Papa begleiten zu dürfen waren scheinbar die Auslöser meiner freudigen Gefühle.

Der Bahnhof war, trotz der vielen Kriegsschäden an Fassade und Einrichtung, beeindruckend. Die vielen Menschen welche sich in der großen Halle des Bahnhofes befanden, herumstanden, -gingen oder sogar liefen, machten mir Angst. Vielleicht kam das durch unbewusste Gefühle die ich leider schon als Baby im Luftschutzbunker in Mödling erfahren musste. Damals flogen über Mödling die Bomber der Alliierten nach Wien ein und warfen ihre tödliche Fracht oft wahllos ab. Die Folgen waren für die Menschen verheerend. Papa nahm mich an der Hand und wir strebten den Bahnsteig des Südbahnhofes zu, wo bereits der Zug nach Mödling stand. Von Wien konnte ich wegen der Eile gar nichts wahrnehmen aber das war für mich damals nicht so wichtig.

Nach einer kurzen Fahrt kamen wir dann in Mödling an. Mödling mein Geburtsort, unser… mein erstes Zuhause, ein Ort mit vagen Erinnerungen als Baby welche von Ängsten geprägt waren.

Es war schon finstere Nacht und das Schneetreiben hatte sich ordentlich verstärkt. Wenn ich gegen das Licht der Straßenbeleuchtung blickte, sah ich nur mehr das Weiß der Schneeflocken und nicht die Form der Leuchte. Ich hoffte, dass ich am Morgen des nächsten Tages das nachholen könnte. In unserem Ort in Burgenland gab es Anfang der Fünfziger Jahre noch keine Straßenbeleuchtung und daher lag unser Dorf in solche Nächten in einer argen Finsternis. Der Weg zog sich nach Maria Enzersdorf und der frisch gefallene Schnee machte das Gehen beschwerlich. Zuerst ging es über flaches Gelände aber dann stieg die Strasse an und führte uns zu einem Berg am Rande von Maria-Enzersdorf. Wir waren beim Haus der Tante angekommen.

Halb erfroren traten wir ein und waren sehr froh uns vorerst beim Küchenherd aufwärmen zu können. Tante Resi hatte eine verblüffende Ähnlichkeit mit meiner Großmutter deren Schwester sie war. Meine Großmutter war zu dieser Zeit nicht mehr am Leben, sie starb fünf Jahre vorher an einen Herzinfarkt. Ich war vier Jahre alt als das passierte und da meine Mutter und ich den plötzlichen Tod der Großmutter miterlebten und sich Ihr Aussehen in mir verinnerlicht hatte, erschrak ich beim ersten Zusammentreffen mit der Tante. Nach einer Weile fühlte ich mich aber sehr wohl, weil die Tante war genau so lieb und fürsorglich zu mir als ehemals meine liebe Großmutter. Nach den Abendessen musste ich gleich Schlafengehen. Mein Vater und sein Cousin Georg richteten noch einiges für die Schlachtung am frühen Morgen. Der gleichmäßige Ton des pfeifenden Schneesturms und ein angenehmes Gefühl von Müdigkeit begleiteten mich ins Land der Träume.

Ungewohnte Geräusche und ein schrilles Schreien des bereits gestochenen Schweines rissen mich aus dem Schlaf. Es war bereits geschehen daher sprang ich aus dem Bett zog meine Kleider an und hoffte bei der Schlachtung noch helfen zu können. Als ich ins Freie wollte war eine Menge Schnee vor der Türe und der Wind blies wie verrückt um die Ecke. Jetzt sah ich meinen Vater der mir zurief ich werde beim Enthaaren des getöteten Schweines nicht mehr benötigt ich soll lieber in der warmen Stube bleiben. Es halfen noch mehrere Leute bei der Schlachtung mit und später als der Tag etwas heller wurde durfte ich auch bei den weiteren Arbeiten zusehen.

Es war nicht neu für mich und daher nahm ich das Angebot meiner Großtante an mit ihren etwa gleichaltrigen Enkel Schlitten fahren zu gehen.

Die Strasse hatte eine herrliche Schneeauflage gerade richtig fürs Schlitten fahren. Schon bei unserer ersten Fahrt trafen wir auf noch mehr Kinder mit Schlitten. Es war eine „Gaudee“…unvergesslich die „Schlangen-Fahrt“ mit den anderen Kindern. Als wir zum Mittagsessen ins Haus zurück kamen war bereits die Schlachtung zu Ende und die Tante hatte groß aufgekocht. Lange saßen wir bei Tisch zusammen und feierten noch den „Sautanz“. Später brachen mein Vater und ich wieder zu unserer Rückfahrt nach Breitenbrunn auf. Es hatte wieder zum Schneien begonnen und der Wind war zu einem Sturm geworden. Auf dem Weg zum Mödlinger Bahnhof blies uns der Wind immer unfreundlicher ins Gesicht. Wir hatten Glück und erwischten noch den Zug nach Wien und danach noch den Zug nach Breitenbrunn

Ich erinnere mich noch an die Urkraft des zu früh hereingebrochenen Winters den ich nun vom Zugfenster aus miterlebte. Ein Angstgefühl stieg in mir auf…kommen wir noch nach Hause? Der Zug war eigenartiger Weise mit einer beträchtlichen Anzahl Menschen voll besetzt. Es stellte sich heraus, dass eine Hochzeitgesellschaft mit uns reiste. Es war eine lustige und kurzweilige Fahrt bis Parndorf denn es wurde eine Mundharmonika gespielt und dazu gesungen. Plötzlich, zu aller Schrecken, erkannte man bei der Abfahrt nach Neusiedl am See, dass sich auf den Schienenstrang eine riesige Schneewechte aufgebaut hatte. Der Lokführer der den Ernst der Lage bereits erkannt hatte wollte nun diese mit voller Kraft und mit dem Schwung der Lok durchstoßen um den Schienenstrang vom Schnee befreien zu können…zuerst schien es zu funktionieren, aber plötzlich ging ein Ruck durch die Waggons und die Lok steckte in der riesigen Wechte fest. Der orkanartige Wind machte dann bei den Bemühungen, die Lok und die ersten Waggons aus dem Schnee zu befreien zunichte. Es war eine vergebliche Anstrengung und nach einer Weile sahen die Eisenbahner ein, dass eine Weiterarbeit nichts brachte und gaben auf. Der Schaffner ging durch die Waggons und teilte den Reisenden mit, dass eine Weiterfahrt unmöglich sei und wir uns für die Nacht so gut wie möglich einrichten sollten um diese ohne Schaden zu überstehen. Die Heizung in den Waggons funktionierte großteils nicht und daher heizte der Bahnhofsvorsteher von Parndorf den Kanonenofen im Warteraum der Station weiter durch die Nacht. Wenn die Reisenden in den Wagons zu frieren begannen wärmten sie sich abwechselnd beim Ofen des Warteraums auf. Auch Papa und ich machten das so, und dann welche Überraschung, die Hochzeitgesellschaft war auch anwesend. Die Hochzeitgäste ignorierten die allgemeine missliche Lage und feierten mit Gesang und Tanz im kleinen Warteraum weiter…es war eng aber auch lustig und heimelig .Von der Braut wurden uns Kekse und warmer Tee gereicht. Etwas später bekam Papa vom Bahnhofsvorstand noch eine warme Decke für die kalte Nacht im Waggon. Für mich war es Abenteuer pur und mit der Decke überstanden wir auch, eng zusammengerückt auf der Holzbank des Waggons, diese stürmische Nacht. Als wir vom Licht des Morgengraues aufwachten waren die Waggonfenster fest vereist und daher konnten wir zuerst die Schneewüste ringsum nicht wahrnehmen. Uns wurde dann auch gesagt dass es noch Stunden dauern könnte bis der Zug wieder weiterfahren könnte. Papa besprach sich daher mit einen mitreisenden Breitenbrunner, einen jungen Kaufmannsgesellen namens Schnitzer Josef, gemeinsam und zu Fuß über die Felder des Hanif- Tales nach Hause zu marschieren. Etwas vom eisigen Wind geschützt, weil zwischen den beiden Männern marschierend, kamen wir dann auch nach zwei Stunden, also Sonntagsfrüh um 10 Uhr zu Hause an. Natürlich war meine Mutter sehr in Sorge gewesen und hat schon das schlimmste befürchtet aber umso größer war dann die Wiedersehenfreude. Ein heißer, süßer Lindenblütentee mit einem Schuss Wein brachte unsere Lebensgeister zurück. In der warmen Stube, welche gleichzeitig auch unsere Küche war, fühlten wir uns nach dem überstandenen Abenteuer wieder wohl. Mama und Papa kochten gemeinsam, Papa richtete das Fleisch her, Mama putzte das Gemüse zu. Zur Feier des Tages wurden vom geschenkten Schweinefleisch der Tante Schnitzel gebacken und eine gute Suppe zubereitet. Es wurde noch ein wunderbarer Tag für uns denn nach dem Mittagessen, wusste Papa, spielte die österreichische Fußball-Nationalmannschaft in Portugal ein Freundschaftsspiel und zu unser beider Freude wurde dieses Spiel im Radio übertragen. Ein Glück, dass mein Vater für die Schlachtung ein altes, aber noch funktionierendes Radio- Marke Volksempfänger- als zusätzlichen Lohn erhielt. Nach den erlittenen Schäden des 2. Weltkrieges war der österreichische Rundfunk noch nicht soweit für eine ordentliche Senderbereichsversorgung garantieren zu können und so hatte mein Vater und ich die große Schwierigkeit einen störungsfreien Sender-Empfang bei unserem Radio einzustellen. Mein Vater versuchte es mit einer provisorischen Wurfantenne aus einem übrig gebliebenen Installationsdraht. Mit Mühe und noch nötigen Veränderungen der örtlichen Lage für die Antenne brachten wir es zuwege den Lautsprecher zum schwingen zu bringen. Eine krächzende Stimme übertrug nun das Fußballmatch über Telefonleitung aus dem warmen Portugal. Vermutlich waren meine damaligen Fußballhelden Zeman, Kollar, Dienst oder auch schon Ocwirck, bei den Remis von 1:1 bemüht, ohne Niederlage die Heimreise antreten zu können.

Etwas früher als sonst gingen wir, müde von Strapazen der Reise, zu Bett. Meine Mutter legte mir noch einen im Backofen des Tischherdes aufgeheizten Tonziegel unter die Tuchent, dieser bewirkte dann das angenehme und schnelle Einschlafen im ansonst nicht beheizten Schlafzimmer.

……………………Text-Ende……………………

Nachbetrachtung:

Diese Reise mit meinem Vater ist für mich unvergesslich geworden denn der ansonst so strenge Mann zeigte in dieser kurzen Zeit mir gegenüber eine Verbundenheit und Zuneigung die ich an Ihm nicht so kannte.

Diese Geschichte ist aus der Bemühung entstanden, bei mir zu prüfen, ob ich einen oder eben in diesem Fall 2Tage meines Lebens (immerhin vor 63 Jahren passiert) rekonstruieren zu können.

Am meisten half mir dabei die Erinnerung des gleichzeitigen Ereignisses nämlich das Fußball-Länderspiel Österreich gegen Portugal…denn damit konnte ich im Internet-Portal des österreichischen Fußballbundes fündig werden und das genaue Datum eruieren. Denn fulminanten und vorzeitigen Wintereinbruch konnte ich leider nicht nachvollziehen aber in den Wetteraufzeichnungen des Meteorologischen Institutes wäre das leicht möglich gewesen.

Schön bei diesem Versuch eine Lebenserinnerung aufzuschreiben, waren die aufkommenden Gefühle und Emotionen gegenüber meines Vaters der mit dem Entschluss mich auf „seine“ Reise mitzunehmen auch Heute beim schreiben diese Textes noch Freude auslösen konnte.

Dienstag, 8. November 2016

Windräder am Horizont zur Parndorfer Platte im nördl. Burgenland

 

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Im Vordergrund unsere Nachbargemeinde Winden am See…im Hintergrund die Stadtgemeinde Neusiedl am See.

Monotypien und Mischtechniken-Thema, Die Farben des Herbst

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Ein Spiel mit den Farben des Herbst… viele unterschiedliche Ergebnisse!

Ob in Urlaub oder Zuhause meine Leidenschaft ist das Zeichnen und Malen in der freien Natur.In diesem Blog möchte ich meinen Freunden und allen Kunstinteressierten einen Einblick in mein Schaffen geben und meine Freude an der Sache teilen!